„Wer sind wir denn?“ Fragte er
überrascht.
„Sie, der Herr Hofjäger Torges aus
Steinbach, ich der Raubschütz Stülpner.“
„Er, der... ?“
„Stülpner, ja. Sie haben mich noch nicht von Angesicht zu Angesicht gesehen, kennen mich noch nicht, wie Sie vor Kurzem zum Herrn Hofjäger Pätzold sagten, nun, da bin ich. Es freut mich, einem so
wackeren Herrn wie Ihnen gefällig sein zu können.“
„Kerl, Er ist des Teufels!“ Rief der
Jagdmensch.
„Ich nicht, Herr, aber Sie, wenn Sie unnötig Lärm schlagen. Seien Sie vernünftig, ich bin's auch. Wär' ich ein schlechter Mensch, wäre es ja Kleinigkeit für mich, Sie kalt zu machen, aber Gott bewahre mich vor Menschenmord. Nein, nein, Herr Hofjäger, denken Sie nichts Schlechtes von mir. Ich gehe nur auf Wild, weil das frei ist nach meiner Meinung. Sie wünschen mein Schlupfloch kennen zu lernen, und da ich Sie sehr hoch schätze, bin ich hergekommen, Sie damit bekannt zu machen. Ich hoffe, Sie
werden dann sagen, der Stülpner wohnt ganz gut.“
Der alte Herr, dem diese Keckheit doch zu stark war, rieb sich Stirn und Augen, als wolle er einen Traum von sich scheuchen. „Schlafe ich denn oder bin ich munter?“ Rief er ärgerlich. „Das ging
doch, Gott straf mich, über den reitenden Hasen, wenn das Alles wahr wäre.“
„'S ist wahr, Herr Hofjäger. Kommen Sie
jetzt nur mit mir, es geschieht Ihnen nichts. Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.“
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