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und bei allen Teufeln, ich will dir die Freude versalzen, meiner alten Mutter den Stoß, den dir der menschenfreundliche Offizier gab, als er empört sah, wie du meine Mutter bei den Haaren in die Stube herein schlepptest, hundertfach der armen greisen Frau einzubringen!“ Rief Stülpner. „Rühre dich nicht, Abschaum der Menschheit, oder ich jage dir die Kugel in den Leib, daß du unter Schmerz und Verzweiflung Deine verflachte Henkerseele im langsamen Hinsterben aushauchst.“

     Eine Pause folgte.       Die drei auf der Straße Knieenden glichen vollkommen sich auf dem Wege zum Schaffot befindenden armen Sündern, ihre schreckerblassten Gesichter waren ellenlang geworden, wie man von Jemand zu sagen pflegt, der ein Bild entsetzlicher Überraschung geworden ist.

     „Du Schurke, sagtest vor wenig Minuten, du wolltest mir die Hölle heiß machen, daß ich an den Wänden hinauf laufen sollte, wenn ich in Euere Gewalt gefallen wäre,“ fuhr Stülpner dann fort zu sprechen. „Ich glaube dir das, denn du und Dein Gerichtshalter seid beide schlechter als schlecht, aber jetzt zahle ich aus, nur das Schmerzensgeschrei meiner alten Mutter und das sollst du büßen, herzlose Canaille.“

     „Gnade, Gnade!“ Stammelte der Gerichtsfron, nichts Gutes erwartend.

     „Von mir willst du Gnade, von mir? Ei nun, du sollst sie haben nach meiner Art, und sie wird für einen Halunken wie du bist, paffen,“ antwortete Stülpner. „Du,“ wendete er sich zu dem Beifron rechts, „hast einen schönen Stock in der Hand und du auch. Das freut mich, Ihr hab’s schon geahnt, daß Ihr heute unter Gottes

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