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003. Ursprung des Namens Crottendorf.

(Herm. Grimm, das sächs. Erzgebirge, Dresden 1847, S. 204. Ziehnert, Sachsens Volkssagen, Annaberg 1838-39. III. S. 201. Segnitz, Sagen, Legenden ec. , Meißen 1839-54. II. S. 73.)


Der Name des Dorfes Crottendorf würde richtiger “Crodendorf“ zu schreiben sein, da der Ort seinen Namen dem Götzen Crodo verdankt, welcher am östlichen hohen Gebirge, auf den Klippen der Wolfs- und Liebensteine, lange nach Einführung des Christentum noch verehrt worden ist. Denn als man im Orte eine Kirche bauen wollte, suchte dies der Heidengott in Gestalt des Teufels zu verhindern. Er riss das am Tage aufgeführte Mauerwerk in der Nacht wieder ein und das Bauholz schleppte er weit bis an das andere Ende des Dorfs. Da ging einst ein frommer Priester zu derselben Zeit vorüber, als die Bauleute eben beschäftigt waren, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Derselbe segnete das sämtliche Holz und Baumaterial und nun musste der Götze dasselbe in Ruhe lassen, so dass der Bau bald vollendet werden konnte.

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