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155. Der Berggeist bestraft einen Kunstwärter.

(Mitgeteilt vom Lehrer E. Schlegel aus Zschorlau.)


Nahe bei „Sieben - Schlehen“ befand sich ein Schacht, in welchem folgendes geschah: Als der Kunstwärter daselbst das Kunstzeug einölte und dabei an den Hauptzapfen kam, ließ sich ein Gesicht an der Wand sehen, welches sprach: „Diesen Zapfen schmiere ich.“ Der Kunstwärter gehorchte und ließ von da an diesen Zapfen unberührt, bis er doch einmal das Gebot übertrat. Kaum hatte er den Hauptzapfen

eingeölt, so geriet er mit dem rechten Arme in das Kunstzeug, welches ihm den Arm abriss. Doch empfand er dabei nicht den geringsten Schmerz und die Wunde blutete auch nicht. Als er den weggerissenen Arm aufhob, erblickte er das Gesicht an der Wand wieder, dasselbe sah ihn höhnisch an, ohne etwas zu sprechen.

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