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729. Wittichs Schloss bei Glashütte.

(I. Schumann, Lex. v. Sachsen, 13 B. S. 204. II. Peccenstein, Theatrum Sax. I. S. 88.)


I. Eine Höhle über dem Müglitztale, eine halbe Stunde von Glashütte, welche sich oberhalb der Herrenmühle in einem schwer zu erklimmenden Gneisfelsen befindet, heißt Wittichs Schloss. Nach der Sage war diese Höhle ehemals durch Befestigung ein noch sicherer Zufluchtsort als jetzt, und wurde im 15. Jahrhundert von einem Räuber Wittigo oder Wittich bewohnt, den der Ritter Weichold von Bärenstein auf Lugau bei Glashütte erschlug. Als Belohnung dafür erbat er sich vom Markgrafen, der auf Wittichs Einlieferung einen hohen Preis gesetzt hatte, sehr genügsam nichts weiter, als dass er ein Wild, welches er auf seinem Gebiete überall gehetzt habe, auch außerdem, und selbst auf der Dresdner Brücke, die damals als Asyl galt, verfolgen dürfe.

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