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576. Die Kutte bei Elterlein.

(Erzgeb. Bote, 1809, No. 2. Desgl. bei Ziehnert a. a. O., Anhang, No. 35.)


Ein Grünhainer Pater empfand auf dem Wege zur Kapelle, wo er seines Amtes warten wollte, große Hitze und setzte sich im Walde nieder, um zu verkühlen und auszuruhen, aber im Niedersetzen berührte ihn etwas von hinten so unsanft, dass er vor Schmerz laut aufschrie. Er untersuchte den Boden und fand einen starken Zacken gewachsenen Silbers, der drei Zoll lang aus der Erde hervorstand. Um die Stelle sicher zu bezeichnen, zog er seine Kutte aus und legte sie darüber. Dann eilte er in vollem Laufe nach Grünhain zurück und erzählte von seinem Funde voller Freude dem Abte. Bald darauf ward an der mit der Kutte bezeichneten Stelle ein regelmäßiges Berggebäude angelegt, welches lange Zeit gute Ausbeute gab und noch jetzt die Kutte heißt.

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