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(Richter, Chronica der freyen Bergstadt St. Annaberg, II. 1748, S. 25.) Grünstädtel bei Schwarzenberg wird in Schriften „Dorff-Städtlein“ genannt. Von Annaberg aus wurden nach seiner kleinen, der heiligen Anna geweihten Kirche große Wallfahrten unternommen. „Maßen denn auf dem Altar noch das Bildnis der St. Anna stehet, die in der einen Hand Salvatorem mundi mit der Erdkugel hält, und in der anderen Hand den heiligen Johannes, unter dem Bildnisse aber stehet in Holz eingeschnitten. „O heilige Anna, hilf selb dritt!“ Das Dorf hatte einen Jahrmarkt samt Brauen und freien Bierschenken, nebst Fleischbank, und darum wurde es „Städtel“ genannt, bis nachgehends etliche Häuser nach Pöhla zu angebaut wurden, die man „die Grün“ geheißen, so habe man´s endlich zusammengesetzt und es sei „Grünstädtel“ daraus geworden. |
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